18.12.05 (Tag 66)

Immer noch stuermisches Mistwetter. Fast alle reisen ab, ich bleibe noch. Ausser 3 Kanadiern sind nur noch zwei OEsterreicherinnen und eine Deutsche da. Alle grade mal so 20. Es ist unglaublich, wie die einen an einem einzigen Tag auf die Nerven gehen koennen (die OEsterreicherinnern jetzt). Dermassen naives Geplapper habe ich schon lange nicht mehr ertragen muessen. Und dann muss ich den ganzen Tag mit denen im Gemeinschaftraum hocken.
Zeitung gekauft und ueber die Polizeistreifen an Sydneys Straenden gelesen. Scheint wirklich heiss hergegangen zu sein dort. Jetzt wird ueberall diskutiert, ob das nun Rassismus war oder einfach nur so. Denn der Premier Minister (der uebrigens auch so jeden Tag wegen irgendwelchem Mist im Fernsehn zu sehen ist) sagt, Rassismus gibt es in Australien nicht.
Ausserdem beschweren sich die Australier, dass sie – jetzt wo sie zur Fussballweltmeisterschaft fahren duerfen – zwar Tickets gekommen, aber keine guenstigen Zimmer mehr. Alles waere so masslos ueberteuert. Angesichts dessen, was in Sydney ueber die Feiertage preismaessig passiert, kann ich darueber nur milde laecheln.
Beim Vorbeigehen am Kebabstand die Rostockerin vom Distorted wiedergetroffen.
Abends fallen ploetzlich Horden neuer Gaeste ein. Innerhalb von Sekunden stehen ca. 10 Personen an den Herdplatten und der Rest raumt Sachen ein und deckt Tische.
U.a. reisen zwei Schweizerinnen an, mit denen ich morgen – wenns klappt – in die Berge fahren werde. Die sind wenigstens schon ein bisschen aelter.
Die Ordnung im Hostel wird streng aufrecht erhalten. Von 11.00 – 12.00 Uhr wird der Gemeinschaftsraum zugeschlossen und saubergemacht – egal wie scheisse das Wetter ist. Ab 22.30 Uhr ist Zapfenstreich und jeder darf sich auf seine Bude verkruemmeln. Ich muss doch noch mal fragen, ob die Betreiber deutsche Vorfahren haben…

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