20.12.05 (Tag 68)

Mit etwas Verspaetung brechen wir um 9.30 Uhr auf zum Berg. Wir bezahlen einmal 16 4 fuer mein Auto und duerfen weiterfahren bis Thredbo, einem kleinen Skiort in den australischen Alpen. Es gibt mehrere Lifte, die aber bis auf einen alle geschlossen sind. Der letzte verbleibende ist aber gerade kaputt und faehrt nicht. Wie lange kann keiner sagen. Also sparen wir 25 $ pro Person und gehen stattdessen zufuss. 10 Minuten Lift entspricht 80 Minuten Aufstieg. Es ist sehr steil, der Weg schwierig, die Sonne heiss und der teilweise stuermische Wind arschkalt. Zwischen den Baeumen ist die Luftfeuchtigkeit dann auch noch enorm. Alles in allem sehr kraftraubend.
Auf halber Strecke stellen wir dann fest, dass der Lift wieder faehrt. Nun ist es zu spaet.
Die Station ist an der Baumgrenze. Ab jetzt ist alles kahl. Nur die Rueckfahrt soll mit dem Lift guenstige 19 $ kosten.
An der Station kommen zahlreiche Typen mit ihren Mountainbikes mit dem Lift an. Nach 10 min Hochfahren, fahren sie dann in ca. 8 min Downhill wieder runter.
Der Weg nach oben fuehrt ueber einen Gitterrost immer gradeaus zum Gipfel. Wenig reizvoll. Somit war der Teil, den wir bei einer Liftfahrt verpasst haetten, der zum Wandern schoenste. Nach 20 min erreichen wir den Look Out.
Es sind noch 4,5 km bis zum Gipfel, der von hier eher unspektakulaer aussieht. Weil die Maedels zeitig wieder zurueck sein wollen und der Weg oede aussieht, gehen wir nicht bis nach oben, sonder vom Weg ab zum naechsten uebriggebliebenen Schneefeld, um ein Bild im australischen Schnee zu machen.

Dabei faellt Nicoles Jacke in ein Schneeloch und Chantalls IXUS vom Fels in ein Rinnsal. Die Jacke kann geborgen werden und die Kamera hat es wohl auch ueberlebt. Bevor wir zurueckgehen, machen wir noch Mittag im Schnee in der Sonne.
Waehrend die Maedels aufs Klo gehen, stehe ich so an der Station rum. Die Lifthelferin, die ich vorher nach dem Preis gefragt hatte, kommt vorbei und sagt, sie haette jetzt den ganzen Tag Dienst und ich solle mir mal keine Gedanken wegen der Tickets machen. Also fahren wir fuer lau mit dem Lift zurueck statt zu laufen. Auch ganz schoen.
Um ca. 15.30 Uhr verabschieden wir uns dann. Die Maedels fahren Richtung Kueste, ich mache noch ein paar Fotos vom (Stau)See in Jindabyne und fahre dann ueber Cooma nach Canberra. In Cooma werden alle Autos zum Alkoholtest rausgewunken. Dabei wird mir ein Geraet ins Fenster gehalten und ich soll bis 10 zaehlen. Bei 6 piepst es dann und ich kann weiterfahren. Lustige Technik.
Nach 160 km bin ich dann in Canberra. Das YHA ist leicht zu finden. Es liegt etwas ausserhalb mitten um Busch, aber doch mitten in der Stadt. 3 min bis zum naechsten Supermarkt. So ist das in Canberra. Im Supermarkt gibt es ganz unten im Regal Pfeffernuesse von Schulze aus Deutschland (3er PLZ). Die kaufe ich und esse sie mit Laura von / an der Rezeption, die vor 2 Jahren fuer ein paar Monate in der Nahe von Muenster (in Senden) gewesen ist. Der Lonely Planet Germany, den sie hier auch verkaufen, ist fast so dick wie der ueber Australien.

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