03.01.06 (Tag 82)

Nachdem wir ihren 30 kg-Koffer inst Auto gewuchtet habenm, fahren wir so gegen 10.30 Uhr los Richtung Brisbane. Es ist ziemlich warm und einigermassen Verkehr, der sich durch zahlreiche Orte quaelt. Die Klimaanlage macht zunehmend schlapp und erquickt nur noch ab und zu mit kalter Luft. Draussen ist es aber noch heisser.
Gegen 14.00 Uhr erreigen wir Byron Bay. Hier ist der Verkehr auf dem Hoehepunkt. Viel zu viele Autos fuer diesen kleinen Ort.
Sie hat am Swimmingpool ihren Pullover verloren, der wurde gefunden und den holen wir jetzt ab. Der Strand ist sehr belebt, sie will kurz schwimmen, ich sitze am Strand.

Ausser dass das Publikum ein anderes ist – die Alternative Lebensform (ALF) naemlich – ist es hier wohl auch kaum anders als in den Familientouristenorten weiter suedlich. Zum Mittag landen wir dann auch prompt in einem oekologisch vollkorrekten Cafe, wo ich erwartungsgemaess nichts kaufen will und kann. Sie isst irgendwelche Gemuesebratlinge. Dafuer revaunchiere ich mich mit einem schmierigen Imbiss mit Hamburger und Coke.
Weiter gehts die restlichen 200 km. Unterwegs muss ich einmal ausweichen und dabei schwappt mir ein Schwall Wasser aus der Mittelkonsole ueber die Fuesse. Wo das wohl wieder herkommt? Moeglicherweise aus der Lueftung.
Gegen 17.30 Uhr sehen wir dann die Skyline von Brisbane, ein bisschen wie Melbourne. Wenig spaeter erreichen wir den Punkt, wo sie von einer Bekannten abgeholt werden soll – kurz nach 18.00 Uhr, also gleich.
Wir warten also. Und warten. Als sie noch mal anruft, stellt sie fest, dass es erst kurz nach 17.00 Uhr ist. Kein Day Light Saving ins Queensland…
Weil sie nicht genug Cash fuer das Spritgeld dabei hat, fahren wir noch ein ATM suchen, was sich schwierig gestaltet. Als wir wieder zurueck sind, ist ihre Bekannte dann aber auch da und sie steigt um und ich kann mir ein Hotel suchen.
Das einzige Hostel, zu dem der Lonely Planet was mit Parkplaetzen sagt, ist auch ganz in der Naehe. Globe Trekkers Hostel in New Farm. Wegen haufenweise Einbahnstrassen ist es aber nicht so einfach zu finden. Gegen 19.00 Uhr habe ich es dann aber doch geschafft. Eher uebersichtlich, aber mit Pool und Doenermann direkt gegenueber.
Brisbane macht es sich einfach und erklaert die ganze Innenstadt zur 2h-Parkzone, so muessen sie weniger Schilder aufstellen. Laenger parken wird somit natuerlich quasi unmoeglich. Gluecklicherweise liegt das Hostel direkt an der Grenze dieser Zone und ich kann 30 m weiter auf der anderen Seiter der Brunswick Street kostenfrei parken. Das ist zu ertragen. Der naechste Coles ist 10 min entfernt. In Brisbane wird kurz nach sieben das Sonnelicht ausgeknipst.
Im Hostel sind zwei Franzosen und ein belgischer Schwede. Mit denen unterhalte ich mich nach, bevor es ins nicht gerade unterkuehlte Schlafgemach geht.
So gegen Mitternacht gibt es dann ein irrsinniges Gewitter, dass die Waende wackeln. Immer noch ueber 30 Grad.

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