16.10.05 (Tag 3)

Das türkische Brot von gestern ist schimmlig. Frühstücken und auf Richard warten. Ich versuche nicht dran zu denken, was alles sein könnte…
Um 10.15 Uhr werde ich von Richard abgeholt.

Wir beginnen mit einer kleinen Stadtrundfahrt. Er hat einen kleinen, aber relativ neuen Hyndai. Die meisten anderen Autos, die hier rumfahren, sind doch ziemlich gross. Wir fahren rauf nach Norden, über die Harbour Bridge. Fuehlt sich alles gut an, habe keine Bedenken mehr. Wir fahren über North Head zu den Klippen.

Und weiter nach Manly Beach. Wegen des nur mäßigen Wetters ist aber nix los. Nur ein paar Surfer.

Weiter nach Long Reef, Narabeen, Twineatta Head und Bungaan Head. Immer weniger Leute, immer flachere Haeuser – sehr weitläufig alles. Dies sind die nördlichen Straende. Der Sand ist leicht rot gefärbt.

Auf der falschen Seite Auto mitzufahren ist sehr schwierig. Ich muss immer stark überlegen, vor allem wenn wir in einen Kreisel fahren – links rum. Ich weiss nicht, ob ich hier selbst fahren möchte.
Weil an der von Richard angedachten Stelle mittlerweile Grillen verboten ist, machen wir das BBQ bei Richard zuhause. Er wohnt allein und baut nebenan ein weiteres Haus. Eines will er dann “als Rente” vermieten. Er ist wohl so eine Art freiberuflicher Buchhalter oder so. Seine Familie wohnt teilweise weit über Europa verteilt. Er erzählt von Inseln in Italien. Seine Wohngegend ist sehr Desperate Housewives-maessig. North Waroonga. Richard grillt zwei je ca. 5cm dicke Stuecke Fleisch, die eine halbe Ewigkeit brauchen, eh sie essbar sind. Es beginnt zu regnen. Es ist schon relativ spät und ich habe Hunger. Es ist ca. 15.00 Uhr als wir essen.
Um 16.30 Uhr fahren wir noch ein bisschen weiter. Ku ring gai Chase National Park. Leider ist schlechtes Wetter. Bei Regen laufen wir ein bisschen durch den Bush und Richard zeigt mir ein paarRock Carvings. Da haben die Ureinwohner metergrosse Konturen von Vögeln und Menschen in den Fels geritzt. Die Stelle ist nicht ausgeschildert, Richard kennt sie aus der Zeit vor 30 Jahren, als er für das Park Management arbeitete. Im Park ist sonst keiner mehr unterwegs.
Wir fahren noch bis Macherd Beach, wo man bei gutem Wetter einen schönen Blick auf Lion Island und Palm Beach hätte. Ich will lieber nach Hause als noch mit Richard chinesisch Essen zu gehen. Irgendwann ist auch mal genug. Er ist wohl auch ein bisschen allein. Er bietet an, am Freitag in die Blue Mountains zu fahren. Ich sage, ich überlegs mir und riefe ihn an. Ich habe dazu aber wohl keine Lust.
Um 18.30 Uhr bin ich wieder im Hotel. Gegen acht schlafe ich vorm Fernseher ein.

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